Herzlich willkommen beim Dan Kollegium Schleswig Holstein

Fachvereinigung für Budo-Sportarten

 Judo           Ju-Jitsu 


Kata-Teams aus SH kämpfen sich auf die oberen Medaillenplätze!

Kata aus Schleswig Holstein? Was ist denn Kata?

„Kata heißt durch eine im Voraus festgelegte Art und Weise Methoden des Kampfes zu studieren.“
Kanō Jigorō
Können die Schleswig Holsteiner überhaupt Kata?
Wir können! Das bewiesen 4 Kata Teams aus SH bei den deutschen Kata Meisterschaften 2016 in Speyer vom 10.-12. Juni. Nach einer langen Anreise am 10.Juni von 8 Stunden Autofahrt quer durch Deutschland in die Pfalz kamen die „Kata Wölfe“ aus SH endlich in Speyer an. Nach kurzem Einchecken im Hotel ging es weiter mit Judosachen in die Judohalle von Speyer, genannt „Judomaxx“. Das vorabendliche Training vor den eigentlichen Kata-Wettkämpfen ist besonders wichtig, um sich schon einmal in der Halle zu klimatisieren. Nach zwei Stunden Training in der Halle ging es wieder zurück ins Hotel, um ausgeruht in die morgigen Wettkämpfe starten zu können.

Der große Tag ist da! Am ersten Wettkampftag wurde um die Medaillen in der Nage no Kata, Koshiki no Kata, Kime no Kata und Kodokan goshin jutsu Kata gekämpft. In der Nage no Kata traten dieses Jahr gleich zwei Teams aus Schleswig-Holstein an: Matthias Schubert (Tori) – Julian Schipp (Uke) und Andreas Ber (Tori, ETSV Weiche) mit Johannes Eidinger (Uke, TSB Flensburg). In der Qualifizierung erlangten als 4.ter Starter Ber und Eidinger als Newcomer insgesamt 321 Punkte. Damit erreichte das junge Nage no Kata-Team nach der Hauptrunde als 5.ter die Finalrunde. Mit der Punktzahl konnten sich die jungen „Kata Wölfe“ in der Finalrunde der besten Sechs noch auf 332 Punkte steigern und erreichten damit einen zufriedenen 6.Platz. Das andere Paar aus Schleswig Holstein trat auch zum ersten Mal bei einer deutschen Kata Meisterschaft an. Ihre gezeigte Kata war denen in der Hauptrunde würdig.
Dennoch ließen sich beide von der Wettkampfatmosphäre beeindrucken und erreichten leider nicht die Finalrunde. Mit dieser guten Bilanz war das Kata Team aus SH für den ersten Wettkampftag mehr als zufrieden.
Am zweiten Wettkampftag ging es um die am stärksten besetzten Kata mit jeweils über 14 Paarungen, die um den deutschen Meistertitel 2016 kämpfen:
Die Katame no Kata (als „Bodenkata“ bekannt) und die Juno Kata (eine Kata ohne Wurfausführung)
Die Juno Kata bestritten für das nördliche Bundesland Hanna Elbnik (Tori) und Gunhild Thomsen (Uke). Ihr Heimatverein ist die SpVg Eidertal Molfsee. Schon seit längerem tritt dieses Paar in der Juno Kata mit Erfolgen auf deutscher und internationaler Ebene an. Dazu gehört ein 3. Platz bei den internationalen deutschen Kata Meisterschaften in Hamburg. Dieses Jahr wollten beide höher auf dem Treppchen stehen. Die Vorrunde verlief spitze für die Kieler Mädchen. Mit starken 399 Punkten zogen die Beiden ins Finale am Nachmittag ein. Im Finale gaben die beiden noch einmal alles. Jetzt stellte sich nur noch die Frage, ob es für einen höheren Platz auf dem Treppchen gereicht hat? Leider nicht, aber es war verdammt knapp! Ein einziger Punkt fehlte den beiden um mit den diesjährigen zweiten Platz auf der DKM 2016 gleichzuziehen. Dennoch freut sich das Kata Team SH über einen gut erkämpften 3.Platz. Glückwunsch den Mädchen aus Kiel!

Für Schleswig Holstein traten in der Katame no Kata Christopher Scharf (Tori, TSV Westerland) und Sandra Büchler (Uke, ETSV Weiche) an. Beide üben schon länger die Katame no Kata. Sie traten zum ersten Mal bei den deutschen Kata Meisterschaften 2015 in Backnang an. Bei der internationalen deutschen Kata Meisterschaft in Hamburg platzierten sie sich auf einen 7.Platz. Bei dem offenen Kata Turnier von NRW landeten sie auf einen tollen 3.Platz. Dieses Jahr wollte sich das Katame no Kata Paar weiter steigern. Mit starken 366 Punkten qualifizierten sie sich in einem sehr engen Spitzenfeld als 3.ter in der Hauptrunde für die Finalrunde. In der Finalrunde haben beide noch einen drauf gesetzt und erreichten 374 Punkte. Damit verteidigten die Beiden in der Finalrunde ihren 3.Platz und gewannen Bronze. Es
wurden Freudentränen vergossen und das Kata Team aus SH jubelte für die Beiden und für das Bundesland Schleswig Holstein mit einem lautstarken „Ahoouuu!“.